Natürlich vorkommende Legal Highs

 

Die natürlich vorkommenden Legal Highs, also jene Stoffe, Pflanzen, Früchte, etc., die keine weitere industrielle Verarbeitung brauchen, um ihre Wirkung zu zeigen, möchten wir in zwei Gruppen aufteilen. Einmal in die alltagstauglichen natürlichen Legal Highs und einmal in die starken natürlichen Legal Highs. Diese Aufteilung ist unserer Meinung nach nötig, da sich die Wirkungen der einzelnen Produkte stark voneinander unterscheiden. Nämlich so, dass die eine Gruppe im Alltag Platz finden kann – der Anwender also nicht richtig „high“ wird – und dass die andere Gruppe einen starken Einfluss auf Körper und Geist hat; sie macht also in dieser oder jener Hinsicht „high“.

 

Alltagstaugliche natürliche Legal Highs

Hierzu wollen wir erst einmal gesellschaftlich anerkannte und seit langem akzeptierte Drogen zählen, wie zum Beispiel Tabakwaren bzw. Nikotin, Kaffee bzw. Koffein und auch Alkohol. Die Wirkung bzw. das Suchtpotenzial dieser Stoffe und Produkte dürfte bekannt sein. Ähnlich, wenn auch abgeschwächt, verhält es sich mit Tee.

Als zweites zählen wir hierzu natürliches Räucherwerk. Man kann Räucherwerk kaufen oder selbst sammeln. Zu natürlichem Räucherwerk zählen Kräuter, Harze, Rinden, Wurzeln, Blüten, Früchte und teilweise auch weiterverarbeitete Naturprodukte wie Wein oder Honig. Die Wirkung von natürlichem Räucherwerk ist unterschiedlich. Meist wird es zur Gemütsaufhellung, zur Steigerung von Konzentration und Kreativität, zur Beruhigung oder zur Anregung respektive Erregung genutzt. Natürliche Räucherungen sind in der hiesigen Kultur durch Kelten, Germanen und Christen verankert.

 

Starke natürliche Legal Highs

Zu den starken natürlichen Legal Highs zählen wir verschiedene Pilze – auch Magic Mushrooms – sowie einige exotische Früchte, Nüsse und Wurzeln, diverse Pflanzen und Pflanzenteile, Blüten, Blätter und dergleichen. Damit einzelne Produkte der Natur ihre gewünschte Wirkung entfalten bedarf es teils einer Zubereitung, die allerdings keine industriellen o. ä. Prozesse voraussetzt, sondern lediglich ein wenig Handarbeit und Hilfsstoffe.

Ein Beispiel dafür ist die Betelnuss. Diese Nuss ist die Frucht der Betelpalme, welche in Südostasien und Indien zu finden ist. Aber auch in Afrika und Madagaskar wird der Baum schon kultiviert. Der Hauptwirkstoff der Betelnuss ist das Alkaloid Arecolin. Dieses sowie weitere Wirkstoffe haben einen Effekt auf den Anwender, der von Alkohol her bekannt sein sollte: Beschwingtheit, gesteigertes Selbstvertrauen, dezenter Rausch im Kopf. Die Darreichungsform sind Betelhappen, also zerhackte und in Pfefferblätter eingewickelte, meist mit Minze oder Lakritz gewürzte Teilchen. Diese werden nur gekaut und nicht geschluckt. Die Aufnahme der Wirkstoffe geschieht durch die Schleimhäute im Mund.

Wir empfehlen jedem, der starke natürliche Legal Highs ausprobieren will, sich ordentlich zu den einzelnen Produkten, Stoffen und Wirkungen zu informieren! Denn beispielsweise bei der Betelnuss ist vor allzu häufigem Genuss zu warnen. Neben gelben Zähnen und Mundgeruch kann exzessiver Konsum auch Mundhöhlenkrebs auslösen. Betelnüsse sind in Taiwan, dort wo man sie an jeder Straßenecke kaufen kann, gelten die Früchte als fünfthäufige Krebsursache.

Weitere natürliche Legal Highs mit starker Wirkung sind Magic Mushrooms (viele verschiedene und unterschiedlich wirkende Arten), die Hawaiianische Holzrose, Salvia divinorum, Kanna, Kratom (auch verarbeitet in Deutschland erwerbbar), Wild Dagga, Guaraná (Wirkstoff aus Energydrinks bekannt), und viele mehr. Experten auf dem Gebiet, deren Bücher man empfehlen kann, sind Terrence McKenna (†) und Christian Rätsch.